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Punta Cana & Manati Park [05.-06-.01.2017]

Am Freitag, dem 05. Januar, endete schließlich unser Aufenthalt in La Romana und wir machten uns bereit, weiter nach Punta Cana oder besser in das nördlich davon gelegene El Cortecito zu fahren, wo ich bereits von Deutschland aus ein Appartment für das Wochenende gemietet hatte. Die günstigste Variante wäre hier natürlich wieder der Bus gewesen, doch meine Begleitung hatte gemeinsam mit dem Hotelbetreiber eine Fahrt mit einem privaten Taxis organisiert, die uns – so hofften wir – bis direkt zur Unterkunft bringen sollte – eine Strecke von etwa 95 Kilometern. Mit knapp 70 Euro kein billiger Spaß, dafür aber Streßfrei.
Nach einer herzlichen Verabschiedung vom Hotelbetreiber luden wir unser Gepäck also in das wartende Taxi, das von außen aber nicht als solches zu erkennen war, und ließen uns durch weitläufige Zuckerrohrfelder und über die kostenpflichtige, dafür aber fast schon Autobahnmäßig ausgebaute Autopista de Coral an die Ostküste der Dominikanischen Republik chauffieren. Bereits auf der Fahrt kontaktierten wir Maxime, die Kontaktperson in El Cortecito die uns die Schlüssel für das Appartment übergeben sollte.

64 - Zuckerrohrfelder auf dem Weg nach Punta Cana / Sugar cane fields near Punta Cana 65 - Straße nach / Street to Punta-Cana
66 - Bienvenidos a Punta Cana

Als wir El Cortecito schließlich erreichten, bot sich uns ein Bild dass nicht ganz meinen Vorstellungen von einem Urlaubsort entsprach. Rechts und links säumten lange, teilweise stacheldrahtbewehrte Mauern die Straßen, nur unterbrochen von Kreiselverkehr-Anlagen, an denen sich meist die Einfahrt in eines der vielen All Inclusive Resorts befand.

68 - Mauern in El Cortecito / Walls in El Cortecito

Für Individualurlauber wie mich eher ein Kraus, aber was will man machen. Gemäß der Wegbeschreibung auf Booking.com navigierten wir den Fahrer zu den von mir gebuchten Los Corales Appartments, vor denen wir dann auf Maxime warteten. Und der Anblick der sich uns bot war schon mal ganz nett – zumal sich die Anlage in einem offenen Siedlungsbereich mit breitem Zugang direkt zum Strand befand.

67 -Apartmentos Los Corales Bavaro

Doch als Maxime eintraf, wurden unsere Hoffnungen erst einmal gedämpft, denn dieser teilte uns mit dass das hier ja gar nicht unsere Wohnanlage sei (obwohl es genau die Adresse von booking.com war), sondern dass wir noch ein Stück fahren müssten. Also stiegen wir in seinen Wagen um und er kutschierte uns noch etwa zehn Minuten durch El Cortectito, bis wir schließlich eine Wohnanlage erreichten, die sich als Presidental Suites bezeichnete. Ich hatte schon befürchtet, dass wir nun in irgend einem Drecksloch abgeladen werden würden, daher war ich von der Qualität des Appartments doch positiv überrascht: Zwei Schlafzimmer und Bäder, großes Wohn- und Esszimmer, großzügige Küche und großer Balkon – insgesamt sogar wahrscheinlich größer als meine Wohnung im teuren München. ­čśë

67 - Lifestyle Holidays Vacation Club - El Cortecito
68 - Presidental Suites Appartment - Wohnzimmer / Living room 69 - Presidental Suites Appartment - Wohnzimmer / Living room 2
Wohn- / Esszimmer

70 - Presidental Suites Appartment - Ku╠łche & Theke / Kitchen counter 71 - Presidental Suites Appartment - Ku╠łche Kochbereich / Kitchen cooking area
Küchenbereich

72 - Presidental Suites Appartment - Kleines Schlafzimmer / Small bedroom 73 - Presidental Suites Appartment - Bad / Bathroom
Kleiner Bettraum & Bad

74 - Presidental Suites Appartment - Großes Schlafzimmer / Big bedroom 75 - Presidental Suites Appartment - Großes Schlafzimmer 2 / Great bedroom 2
Großes Schlafzimmer

76 - Presidental Suites Appartment - Großer Balkon 1 / Huge balcony 1 76 - Presidental Suites Appartment - Großer Balkon / Huge balcony 2
Balkon

78 - Presidental Suites Appartment - Blick vom Balkon / View from balcony 79 - Presidental Suites Appartment - Blick vom Balkon / View from balcony 2
Blick vom Balkon

Dann kam die nächste… na ja… Überraschung: Wir hätten noch 300 US-Dollar Kaution in Bar für das Appartment zu hinterlegen, die wir bei der Abreise aber zurück bekämen. So viel Bargeld hatte ich aber nicht mehr dabei, also zurück ins Auto und noch einmal acht bis zehn Minuten Fahrt bis zur nächsten Banco Popular Filiale, wo ich das Geld mit Hilfe meiner Kreditkarte an einem Bankautomaten abheben konnte.
Maxime gab sich sogar schließlich mit 10.000 Dominikanischen Pesos als Kaution zufrieden, also nicht mal 200 Euro, wobei er erzählte dass andere Mieter das Appartment bereits mit kaputten Fernseher und zerschlagenen Spiegel verlassen hätten und er schließlich auf den Kosten sitzengeblieben wäre. Daher bete er um Verständnis.
Die Anlage selbst bestand auf zwei lang gezogenen Appartment-Gebäuden, in dessen Zwischenraum sich ein langgezogener Pool befand. Während das linke Gebäude besagte Presidential Suites beinhaltete, wurde im rechten Gebäude ein weiteres All Inklusive Hotel betrieben. Leider gehörten fast alle Restaurants und Bars auf diesem Gelände genau zu diesem Hotel und ohne das kategorische gelbe Armband konnten wir als “Fremdgäste” weder Speisen noch Getränke dort genießen.
Also brachen wir noch einmal auf und ließen uns in eine nahe gelegene Filiale der Supermarktkette Jumbo fahren, wo wir uns mit Speisen und Getränken für Wochenende eindeckten. Ich besorgte sogar etwas Pasta, Hackfleisch und Senf, um einen Spirelli-Topf nach Art meiner Mutter zuzubereiten. Einzig Rinderbrühe und Maggi Gewürzmischung Nr. 5 waren in Dominikanischen Supermärkten nicht zu bekommen, aber ich fand passablen Ersatz. Leider gibt es kein Foto davon, aber geschmeckt hat es allemal. Ansonsten passierte am Abend nicht mehr viel und wir waren Müde, daher gingen wir relativ früh zu Bett.
Für den nächsten Tag hatten wir noch keine konkreten Pläne gemacht und brachen am späteren Vormittag erst einmal auf, um irgendwo zu Brunchen – so die ursprüngliche Idee. Aber in einer Siedlung, die fast nur aus hohen Mauern und ausschließlich für die dortigen Gäste vorgesehenen All Inklusive Resorts besteht, erwies sich das als gar nicht mal so einfach. So landeten wir schließlich im Mandati Park, einer Art Zoo und Freizeitpark. Alle Preise hier waren ausschließlich in US Dollar angegeben und der Eintrittspreis von 20 Dollar pro Person war schon recht happig, aber im Urlaub geht das schon mal. Im Eintrittspreis inbegriffen war der Besuch von drei Shows, eine Ureinwohner-Tanzshow, eine Papageien-Show und eine weitere Show mit Seelöwen und Delphinen. Für 120 Dollar extra hätte man auch noch mit den Delfinen schwimmen können, aber dazu war ich glaube ich schon zu alt. Nach bezahlen des Eintrittspreises wurden wir erst einmal dazu genötigt, uns zuerst mit zwei als Karibikschönheiten verkleideten Damen und anschließend mit Papageien auf den Armen, genau genommen Aras, ablichten zu lassen, erst dann konnten wir uns dem Imbiss zuwenden, um endlich unseren Hunger zu stillen.

80 - Manati Park - Food and Drinks

Zumindest wurden wir am Tisch bedient und bekamen sofort englische Speisekarten mit Dollarpreisen gereicht. Das Angebot war nicht sehr umfangreich: Burger, Sandwiches, Wraps und Chicken Wings – also sehr auf das nordamerikanische Publikum zugeschnitten. Ich entschied mich nach kurzem Abwägen für einen Crispy Chicken Burger.

81 - Manati Park - Crispy Chicken Burger

Nach unserem einfachen Mahl machten wir uns daran, den Park ein wenig zu erkunden. Wir sahen einheimische Leguane (und durften sie sogar halten und streicheln),

82 - Manati Park - Leguan / Iguana

83 - Manati Park - Leguan/ Iguana 2

Krokodile (die allerdings aus Nordamerika stammten),

84 - Manati Park - Krodkodil / Crocodile

Affen,

85 - Manati Park - Affe / Monkey

eine große Auswahl an Papageien, darunter viele Aras und Kakadus,
86 - Manati Park - Papageien / Parrots
Meerschweinchen

87 - Manati Park - Meerschweinchen / Guinea Pigs

sowie Flamingos, Schildkröten und vieles mehr. Ich selber war ja schon in vielen Zoos gewesen, daher war es für mich nur mäßig Interessant, aber für meine Begleitung war es der erste Besuch in einem Zoo und sie schien es zu genießen.
Schließlich brachte man uns durch ein Tor in Form einer große Plastik, die an Olmekische Kunst erinnerte, ins sogenannte Pueblo Taino.

88 - Manati Park - Pueblo Taino

Die Taino waren die indianischen Ureinwohner der großen Antillen gewesen, zu denen auch die Dominikanische Republik und Haiti gehören. Leider sind sie durch Sklaverei und eingeschleppte Krankheiten bereits wenige Jahrzehnte nach Ankunft der Spanier so stark dezimiert worden, dass sie schließlich ausstarben. Das hinderte die Parkbetreiber aber nicht daran, die typischen Touristen-Handwerkswaren des Landes durch verkleidete Mitarbeiter in nachgebauten Hütten als Taino-Kunst anzubieten. Dass die Darsteller sich dabei natürlich aus Dominikanern und Haitianern zusammensetzte, dürfte aber klar sein. Aber die Attraktion weswegen wir her gekommen waren, war natürlich nicht die Souvenirs, sondern die kleine Taino-Tanzshow, die kurz darauf begann und welche ein typisches Ritual der Taino-Ureinwohner darstellen sollte. Inwieweit sich das nach fast 500 Jahren noch so eindeutig rekonstruieren lässt ist natürlich fraglich, aber ich verbuche es mal als Unterhaltung für Touristen. Zumal es im Preis inbegriffen war. Zumal war die Inszenierung wirklich gut gemacht.

89 - Manati Park Taino-Vorfu╠łhrung / Taino Show

Danach ging es gleich weiter zur nächsten Show am anderen Ende des Parks, bei der uns Seelöwen und Delphine vorgeführt werden sollten. Den Anfang machten zwei Seelöwen. Nach einer kurzen Vorstellung wurden die Gäste ans Becken gerufen, die sich gerne mit den Seelöwen fotografieren lassen wollten. Die Fotos machten natürlich nicht die Gäste selbst, sondern Parkfotografen mit professionellen Spiegelreflexkameras. Und es waren nicht wenige, die so ein Foto wollten, darunter nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene. Wir verzichteten jedoch darauf.
Anschließend wurde eine kleine Show mit Kunststücken der Seelöwen vorgeführt: Tanzen, balancieren von Bällen, klatschen auf Zuruf und einiges mehr.

90 - Manati Park - Seelo╠łwen / Sea lions

Im zweiten Teil der Show schwammen drei Delphine in das Becken und der Kommentator, der aber höchstwahrscheinlich vom Band abgespielt wurde, gab zuerst einige Fakten über diese Säugetiere der Meere von sich, bevor auch schließlich die Delphine ihre Kunststücke vorführen durften.

91 - Manati Park - Delphine / Dolphins 1

92 - Manati Park - Delphine / Dolphins 2

Auch wenn ich kein allzu großer Fan von solchen Tiershows bin, war die Vorführung doch gut gelungen. Sowohl ich als auch meine Begleitung waren unterhalten worden.
Theoretisch hätten wir jetzt noch zu den Aras gehen können, um uns eine dritte Show anzusehen, doch meine Begleitung wollte nach Hause ins Appartment und ich hatte auch keine große Lust mehr. Also riefen wir das Taxi an, das uns her gebracht hatte und verließen den Park. Das grüne Armband, das uns als zahlende Gäste identifizierte, musste wir am Ausgang ablegen.
Zuhause angekommen, organisierten wir den morgigen Tag, der einen erneuten Besuch auf der Insel Saona wie bereits vor genau einem Jahr beinhalten sollte.
Am Abend begaben wir uns dann noch einmal in den angrenzenden kleinen öffentlichen Strandbereich, der nicht zu irgend einem der Ressorts hier gehörte, sondern freie Restaurants bot. Dort ließen wir uns im Matru Seafood Restaurant direkt am Strand nieder, um unser Abendessen zu uns zu nehmen.

93 - Matru Seafood Restaurant - El Cortecito

94 - Matru Seafood Restaurant - El Cortecito

Obwohl es sich ja eher um ein Restaurant für Fisch und Meeresfrüchte handelte, entschied ich mich für ein Ribeye Steak (Medium gebraten) von der Karte, das mit einer Pfeffersauce und Pommes Frites serviert werden sollten. Dazu bestellten wir noch eine Flasche trockenen Weißwein, den ich mit im Gegensatz zum Rotwein in La Romana gerne gekühlt servieren ließ.
Doch bevor das Essen kam, servierte man uns ein kleines, kostenloses Entr├ęe in Form von panierten Fisch-Sticks mit einer Art Remoulade-Sauce, einem gemischten Salat und einigen hausgemachten Kartoffelchips.

95 - Matru Seafood Restaurant - Entr├ęe

Vor allem die Fisch-Sticks fand ich sehr lecker und obwohl sie frittiert schienen, waren sie nicht zu fettig und ließen sich auch gut mit der Hand essen. Die Chips wiederum waren für meinen Geschmack etwas zu fettig geraten. Zum Salat kann ich nur sagen, dass er angenehm frisch und knackig war. Dazu wurde ein Öl-Kräuter-Dressing in einer kleinen Flasche gereicht.
Etwa eine viertel Stunde später brachte man uns dann das Hauptgericht, in meinem Fall ein angenehm großes, frisch gebratenes Steak.

96 - Matru Seafood Restaurant - Ribeye-Steak

Außerdem tauschte man das Standard-Messer gegen ein scharfes Steak Messer aus und brachte anschließend einen Teller Pommes Frites und die Pfeffersauce in einer kleinen Schale.

97 - Matru Seafood Restaurant - Pommes & Pfeffersauce / French fries & pepper sauce

Wie gewünscht war das Steak Medium durchgebraten und im Inneren noch leicht rosa.

98 - Matru Seafood Restaurant - El Cortecito - Ribeye Steak Querschnitt / Lateral cut

Und auch geschmacklich war es wirklich ein Genuss, der allerdings dadurch getrübt wurde dass das Fleisch recht stark durchwachsen war, also relativ viel fettige Gewebe enthielt. Aber gemeinsam mit der leicht pikanten Pfeffersauce und den knusprigen Pommes Frites dennoch eine gute Wahl, wenn auch mit etwas mehr als 600 Dominkanischen Pesos, also etwas mehr als 10 Euro kein billiger Genuss.
Nach dem Abendessen und je einer halben Flasche Wein machten wir uns schließlich zurück auf den Weg ins Appartment und legten uns gleich schlafen. Morgen wollten wir früh nach Saona aufbrechen.

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La Romana & Isla Catalina [03. – 04.01.2018]

Am dritten Januar ging es dann endlich los, etwas mehr von der Dominikanischen Republik zu erkunden. Am frühen Morgen fuhren wir in den Vorort Sosua Abajo, wo der Bus der Caribe Tours in Richtung Santo Domingo startete. Über Puerto Plata, Santiago de los caballeros, La Vega und Bonao erreichten wir in etwa vier Stunden Fahrt in einem eiskalt klimatisierten, aber komfortablen modernen Reisebus de Hauptstadt der Dominikanischen Republik. Ich hatte mir nur eine kurze Hose und ein T-Shirt angezogen und war dementsprechend durchgefroren, als ich endlich am Busbahnhof von Santo Domingo aussteigen konnte. Doch wir hatten unser endgültiges Ziel noch nicht erreicht. Mit einem Taxi fuhren wir weiter zu Plaza Lama, von wo die Busse der Expreso Romano Linie starteten.

29-Plaza-Lama-Santo-Domingo
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Mit einem kleineren Bus ging es weiter nach La Romana, wo ich einige Tage zuvor über booking.com ein Zimmer im dortigen Hotel Sol Azul gebucht hatte. Im Netz klang es nicht schlecht, lag Strandnah, besaß einen eigenen Swimmingpool und war mit 36 US Dollar pro Nacht inklusive Frühstück auch angenehm günstig.

30 - Hotel Sol Azul - La Romana 31-Hotel-Sol-Azul-La-Romana
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Meine Erwartungen waren jedoch trotz der schönen Bilder im Internet natürlich realistisch. Als wir ankamen wurden wir freundlich vom Inhaber begrüßt und uns wurde sogleich unser Zimmer gezeigt. Der erste Eindruck war durchwachsen, meine Begleitung war am Anfang nichts sonderlich begeistert, denn das Hotel hätten einige Eimer frische Farbe nicht schlecht getan, doch das sollte sich später noch ändern – was aber auch mit dem überaus freundlichen Personal zu tun hatte. Ich hatte aber hier in der Dominikanischen Republik auch schon in deutlich schlechteren Unterkünften übernachtet und für mich war dieses Hotel vollkommen in Ordnung. Das mit Ventilator und Klimaanlage ausgestattet Zimmer war einfach, aber doch recht gemütlich und bot neben einem Hauptraum mit Doppelbett, Komode, Fernseher und Kühlschrank noch ein geräumiges Bad mit WC, großer Dusche und Waschbecken. Alles erschien sauber und ordentlich und im Kühlschrank fanden sich kostenlos eine große Flasche Wasser und ein paar Schokoriegel für die Gäste.

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Nach einer Dusche und etwas ausruhen von der langen Reise trafen wir uns an der kleinen Bar am Pool mit dem Betreiber, einem jungen Dominikaner, der uns sogleich zahlreiche Tipps für die Umgebung gab und Empfehlungen für Restaurants aussprach.

36 - Bar - Hotel Sol Azul - La Romana

Wir hatten Interesse an einem Ausflug zur Isla Catalina, die nur wenige Kilometer vor La Romana im Karibischen Meer lag und der Betreiber vermittelte uns sogleich ein All Inklusive Trip mit einem Boot dorthin. Außerdem empfahl er uns einige Restaurants am nahen Strand für das bald anstehende Abendbrot. Es gab zwar auch einige einfache Gerichte im Hotel, aber wir hatten Appetit auf mehr. Also machten wir uns in der bereits anbrechenden Dämmerung auf den Weg in Richtung der kleinen Strandpromenade, der Playa Caleta.
Der Stadtteil Residencial Romana im Süden von La Romana kann man wohl als eine Mischung aus Neubaugebiet mit zahlreichen fertigen modernen Häusern, aber ganz im Südosten auch vielen kleineren älteren Gebäuden, dazwischen aber auch vielen freien Flächen mit Baum- und Buschbewuchs beschreiben. Ich bin trotz zahlreicher Besuche in diesem Karibikstaat dort noch nie angegriffen, überfallen oder auch nur bedroht worden, aber so ganz geheuer war mir der Weg zum Strand dann doch nicht – zumal ich aufgrund meines Aussehens ja ohne Probleme als Gringo zu identifizieren war. ­čśë Aber alle Bedenken waren unbegründet, die Leute halfen uns sogar freundlich, als wir nach dem richtigen Weg fragten und so erreichten wir nach sieben bis acht Minuten Fußweg schließlich die Playa La Caleta, wo wir uns im vom Betreiber unseres Hotels empfohlenen Restaurant Marlin Azul (also “Blauer Speerfisch”) an einem Tisch am Strand niederließen.

38 - Restaurant Marlin Azul - La Romana 37 - Restaurant Marlin Azul - La Romana

Die Bedienung war überaus aufmerksam und brachte uns sofort die Karte. Wie der Name des Restaurants bereits vermuten ließ, war es hauptsächlich auf Fisch und Meeresfrüchte spezialisiert, die hier frisch aus dem Meer serviert wurden. Während meine Begleitung sich für einen kleinen Hummer entschied, hatte ich nicht ganz so großen Hunger und wählte Krabben in Knoblauchsauce, die wahlweise mit Bananen, Kartoffel, Reis oder Pommes Frites serviert wurden. Ich entschied mich für Pommes.

39 - Krabben in Knoblauchsauce / Cangrejos en salsa de ajo - Restaurant Marlin Azul - La Romana

Dazu hatten wir uns ein Fläschchen Rotwein bestellt, das jedoch zu meinem leichten Entsetzen eisgekühlt serviert wurde und sogar im extra dazu aufgestellten Kühler auch weiterhin kühl gehalten wurde. Alle meine Bemühungen, dass man einen trocknen Rotwein doch bitte bei Zimmertemperatur zu trinken habe, wurden von meiner Begleitung abgewehrt. Hier in der Dominikanischen Republik mache man das halt so. Also sei es drum – Rotwein ist auch gekühlt ja gerade nicht ungenießbar.

40 - Cooled red wine / Rotwein im Ku╠łhler - Restaurant Marlin Azul - La Romana

Die Krabben in Knoblauchsauce waren auf jeden Fall sehr lecker und auch an den Pommes gab es nichts auszusetzen. Und auch der gegrillte Hummer, von dem ich natürlich probieren durfte, erwies sich als überaus gelungen. Dabei war die Bedienung immer schnell zu Stelle und sehr Aufmerksam, ohne dabei jedoch aufdringlich zu wirken. Für Freunde von Fisch und Meeresfrüchten kann ich das Marlin Azul in La Romana als durchaus meine Empfehlung aussprechen.
Für den Rückweg leisteten wir uns schließlich dann doch ein lokales Taxis und zahlten für den kurzen Weg 100 Pesos, also umgerechnet nicht mal 2 Euro. Dank des guten Essens und des Weins schliefen wir dann auch schnell ein.
Am nächsten Morgen stand ich bereits früh auf und gönnte mir das im Preis inbegriffene Frühstück, während meine Begleitung lieber etwas länger schlief.

41 - Breakfast - Hotel Sol Azul - La Romana

Es gab getoastetes Brot, Butter, Käse, Gelee sowie Salami und Chorizo, dazu Orangensaft und Kaffee. Für mich ein vollkommen ausreichendes Frühstück. Nach dieser kleinen Stärkung fuhr uns der Hotelbetreiber persönlich durch den Ort La Romana bis zum Rio Romana, von wo unsere Bootstour zur Isla Catalina starten sollte.
Er übergab uns an den Tourveranstalter, dem wir pro Person 2300 Pesos für die Tour inklusive aller Getränke und einem Mittagessen auf der Insel zahlen mussten, bevor wir über eine steile Treppe zum Flussufer hinab stiegen, wo bereits zwei Boote warteten.

42-Boote-nach-Catalina-Island

43 - Boote am Rio Romana / Boats at Rio Romana

Eigentlich sollte die Tour ursprünglich um 9:00 Uhr starten, doch es dauerte noch über eine Stunde, bis schließlich alle Gäste eingetroffen waren und das Boot endlich ablegen konnte. Aber daran dass hier nicht alles pünktlich abläuft habe ich mich inzwischen bereits gewöhnt. Vorbei an zahlreichen Booten, einer kleinen Hafenanlage mit imposanten Verladekränen – vermutlich für Zucker – und einer kleinen, luxuriösen Bungalowanlage an der Südspitze der Mündung tuckerten wir langsam den Fluß hinunter und bewegten uns dann über das Meer in Richtung Isla Catalina.

44-Fahrt-auf-dem-Rio-Romana

45 - Verladekra╠łne am Rio Romana / Cranes at Rio Romana

46 - Bungalows an der Mu╠łndung des Rio Romana / Bungalows at Rio Romana

Der Kapitän versuchte während der Fahrt etwas Stimmung zu machen und es wurden bereits großzügig Getränke ausgeschenkt. Ein nicht gerade ruhiger Seegang verhinderte aber den Ausbruch einer ungezügelten Party am Morgen. ­čśë

47 - Sugar factory / Zuckerfabrik - La Romana 48 - Ru╠łckblick zum Festland - La Romana

An der Westküste des Insel, die nur über einen schmalen, nicht gerade einladenden Strand mit viel Treibholz verfügte, machten wir gemeinsam mit einigen anderen Booten etwa eine halbe Stunde Pause, um einigen der Fahrgäste die Gelegenheit zum Schnorcheln im seichten Wasser zu geben.

49 - Diving & snorkeling / Tauchen & Schnorcheln - Isla Catalina

Anschließend umfuhren wir die Insel und erreichten nach fünfzehn bis zwanzig Minuten die Westküste, wo der Strand deutlich breiter war und mit Liegen und Hütten ausgestattet war.

50 - East coast Isla Catalina

51 - East coast - Isla Catalina

52 - East coast - Isla Catalina

Unser kleiner Katamaran fuhr schließlich bis nah an den Strand heran und eine am Bug befindlicher Steg wurde ausgeklappt, damit alle Gäste mehr oder weniger trockenen Fußes an den Strand überwechseln konnten.

53 - Approaching the beach - Isla Catalina

54 - Aussteigen / Leaving the boat - Isla Catalina

Trotz einiger Wolken am Himmel erwies sich das Wetter aber als angenehm warm und es sollte den Rest des Tages so bleiben. Also genau richtig, um einen ruhigen Tag an diesem hübschen Strand zu genießen und zu entspannen.

55 - Playa @ Isla Catalina 56 - Playa Isla Catalina
57 - Playa -  Isla Catalina 58 - Playa Isla Catalina
59-Isla-Catalina

Das erste Getränk wurde uns sogar an die Liege serviert, danach musste man sich aber an einer der nahen Bars selbst versorgen. Außerdem liefen einige Angestellte zwischen den Gästen herum und boten Fische und Hummer als kleines, natürlich kostenpflichtiges “Upgrade” für das bevorstehende Essen an. Doch da wir erst gestern Abend beide Hummer gegessen hatten, verzichteten wir.

60 - Isla Catalina - Beach

Als schließlich zum Essen gerufen wurde, warteten wir den ersten großen Ansturm ab und holten uns dann am überdachten Buffet etwas zu essen. Es gab zwei Sorten Reis, einmal mit Bohnen und Gewürzen, einmal pur, außerdem Brot, Pasta mit Tomatensauce, Salate, Bohnensauce, verschiedenes Gemüse und ganz am Ende stand noch ein Grill, an dem Hähnchen, Schweinefleisch sowie die vorbestellten Hummer und Fische ausgegeben wurden. Ich nahm mir einen Querschnitt von allem und holte mir später noch einen kleinen Nachschlag.

61 - Mittagessen / Lunch - Isla Catalina

Das einzige was mir nicht so zusagte war das Schweinefleisch, das wohl etwas zu lange auf dem Grill gelegen und daher einen Deut zu “knusprig” war, aber am Rest gab es nichts auszusetzen.
Nach etwa dreieinhalb Stunden riefen die Angestellten schließlich wieder zum Aufbruch. Wir bestiegen also das Boot und tuckerten zurück zur Mündung des Rio Romana und zurück zur Anlegestelle. Für ein paar Pesos brachte uns ein Taxi zurück ins Hotel.
Nach etwas Erholung vom Ausflug wollten wir am Abend noch einmal etwas Essen gehen. Der Hotelbetreiber empfohl uns das Restaurant La Grasa an der Playa Caleta und bot uns an, uns sogar dorthin zu fahren und beim Besuch begleiten, da er sonst nichts besseres zu tun hätte. Am Hotel wachte, wie auch den Abend zuvor, eine Nachtwache um unerwünschte Besucher fern zu halten.
Das La Grasa machte zuerst einmal einen guten Eindruck: Hell, offen und direkt am Strand. Und es war nicht viel los, nur etwa die Hälfte der Tische war besetzt. Dennoch musste wir lange Warten bis uns eine der zahlreichen Bedienungen überhaupt beachtete und noch länger bis wir schließlich unsere Getränke am Tisch hatten.

62 - Restaurant La Grasa - La Romana
63 - Restaurant La Grasa - La Romana 64 - Restaurant La Grasa - La Romana
65 - Bierflaschen-Dekoration - Restaurant La Grasa - La Romana

Hinzu kam, dass die Fischfrikadellen, die meine Begeleitung bestellten, einen seltsamen Beigeschmack hatten und wir sie zurück gehen lassen mussten. Ich selbst bestellte mir eigentlich eine Pizza Supereme, bekam aber “nur” eine Pizza Salami an den Tisch geliefert, die zwar frisch zubereitet worden war, aber bei der dem Koch wohl der Oregano-Streuer etwas ausgerutscht war, denn es war deutlich zu viel von diesem Gewürz an der Pizza.

66 - Pizza Salami - Restaurant La Grasa - La Romana

Der erste Eindruck hatte also leider etwas getäuscht und auch der Hotelbetreiber war nicht gerade begeistert von dem war uns hier geboten wurde. Daher blieben wir nicht ganz so lange wie wir ursprünglich geplant hatten und begaben uns bereits kurz vor Mitternacht wieder zurück zum Hotel. Bald waren wir auch schon eingeschlafen.


Ruhige Tage & Jahreswechsel-BBQ [29.12.2017 – 02.01.2018]

Die nächsten Tage gab es nur wenig, worüber ich hier im Blog groß berichten könnte. Am ersten Tag nach meiner Ankunft mussten wir erst einmal einkaufen und den Kühlschrank füllen, wozu wir uns in Einkaufszentrum La Sirena in Puerto Plata begaben. Am Abend landeten wir schließlich am Strand von Sosua, wo ich mir an einer der vielen Strandbars, dem Ristorante Culio, einen Cheeseburger gönnte.

18 - Cheeseburger - Sosua Beach

war jetzt kein kulinarischer Hochgenuss, zumal die Pommes Frites fast kalt und ungesalzen waren und der Salzstreuer verklumpt und somit unbrauchbar war. Aber die Fleischfrikadelle war wirklich gut gelungen, da kann man nichts sagen.
Am nächsten Tag waren wir wieder in Puerto Plata unterwegs und ließe uns in einem einlockend wirkeden kleinen Bistro an der Clinica de Frenos im Stadtzentrum nieder, um dort etwas zu Mittag zu essen. Ich wählte ein Baguette mit Steak, das nach akzeptabler Wartezeit schließlich serviert wurde.

19 - Steak Baguette - Bistro Clinica de Frenos - Puerto Plata

Neben zahlreichen Steakstreifen war das Baguette mit Zwiebelringen, Tomatenscheiben, Salat, etwas Käse und einer leicht pikanten Salsa belegt sowie schließlich mit etwas Parmesan garniert. Das Baguettebrot oder die dominikanische Interpretation davon war schließlich leider nur aufgebacken und nicht frisch, aber darüber konnte man hinweg sehen.
Und auch am Folgetag landeten wir, zufällig, wieder im selben Bistro am Clinica de Frenos, dieses Mal entschied ich mich jedoch für einen Quesadilla con res, sprich mit krümelig angebratenen Hackfleisch, der mit Dips aus Guacamole, Sour Cream und einer fruchtigen, leicht scharfen Gemüsesalsa serviert wurde. Auch hier gab es wirklich nichts auszusetzen, auch dieses Mal wieder eine überaus gute Wahl.
Den eigentlichen Jahreswechsel verbrachten wir schließlich mit einem kleinen, spontan organisierten Grillfest, einem BBQ. Größtes Problem war dabei gewesen kurzfristig einen Grill zu organisieren. Zuerst hatten wir nur einen winzigen Elektrogrill, doch irgendwie gelang es dann doch noch einen größeren, gasbetriebenen Profigrill aufzutreiben, so dass der Zubereitung von Schaschlik, Steaks, Würstchen und Rippchen schließlich nichts mehr im Wege stand.

21 - New year BBQ

Ein Feuerwerk gab es nicht um 12 Uhr, ich hatte in den hiesigen Märkten auch keinerlei Böller oder Feuerwerksraketen gesehen. Das scheint hier einfach nicht üblich und ich glaube auch nicht, dass sich viele der hiesigen Bevölkerung so etwas leisten könnten oder wollten. Es wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert, daher standen wir am nächste Tag auch erst spät auf und erst am Abend begaben wir uns in die Siedlung Montellano zwische Sosua und Puerto Plata, um dort in einer kleinen Pizzaria eine Pizza Supereme zu verzehren.

22 - Pizza Supreme - Montellano

Der Belag bestand aus Salami, Schinken und Hähnchenfleisch sowie verschiedener Gemüsesorten, darunter Tomaten, Mais, Paprika und Stangensellerie. Sehr reichhaltig und in der mittleren Größe mehr als ausreichend, um zwei Personen satt zu bekommen.
Später am Abend begaben wir uns wiederum nach Puerto Plata, wo wir zuerst in einer Bar oberhalb einer Shell-Tankstelle an der Kreuzung von Calle 27 de Febrero und Calle 12 de Julio Einzug hielten.

24 - Calle 27 de Febrero / 12 de Julio

Dort war es aber echt zugig, weswegen wir wenig später in die La Casona Bar direkt gegenüber begaben, wo wir bis nach 2:00 Uhr nachts blieben.

23 - La Casona Bar - Puerto Plata

Einer der Mitfeiernden verzichtete dabei freiwillig auf Alkohol und fuhr uns schließlich sicher nach Hause.
Am Folgetag ging es gegen 13:30 Uhr zum Mittagessen nach Sosua, wo wir uns für das Bologna Ristorante begaben, einem italienischen Restaurant in der Calle Dr. Alejo Martinez begaben. Nachdem wir bestellt hatten, servierte man uns erst einmal kostenlos etwas frisch getoastetes Brot und etwas Knoblauch-Kräuterbutter als Aperetif.

25 - Bologna Ristorante Sosua - Bread & Herb butter / Brot & Kra╠łuterbutter

Schon mal sehr lecker, vor allem die Kräuterbutter war ein wahrer Genuss. Ich musste mich etwas zurückhalten, nicht jetzt schon zu viel zu essen. ­čśë
Als Hauptgericht hatte ich mich für Hähnchenfilet mit einer kreolischen Sauce entschieden, dazu gab es gedünstetes Gemüse von Blumenkohl, Möhren, Paprika und Brokkoli.

26 - Bologna Ristorante Sosua - Pollo creole & vegetales fritos

Eine zusätzliche Sättigungsbeilage wurde nicht serviert und war hier auch nicht nötig. Das machte das Gericht angenehm leicht und vor allem dank seiner pikanten kreolischen Sauce und das zarten und saftigen Hähnchenfilets sehr schmackhaft. Ich war sehr zufrieden.
Den Rest des Tages verbrachten wir mit Vorbereitungen für die morgige Reise, über die ich dann im nächsten Bericht zu sprechen kommen werde. Am Abend bestellten wir uns schließlich noch eine Pizza mit Salami und Schinken aus der Pizzeria in Montellano, die uns eines der hiesigen Moto-Taxis frei Haus lieferte.

27 - Pizza Salame Jamon - Montellano

Mit Condor nach Puerto Plata [27. & 28.12.2017]

Genau wie die Jahre zuvor wollte ich auch dieses Jahr den Jahreswechsel wieder in der Wärme der Karibik verbringen. Doch seit dem Konkurs von Air Berlin war das leider nicht mehr ganz so einfach wie früher und ich musste, wie auch bereits bei meinem letzten Flug im Oktober, wieder über Frankfurt fliegen. Dazu hatte ich mir beim Flugdienst Condor einen Flug mit zugehörigen Rail and Fly Ticket gebucht. Das Flugzeug sollte um 9:30 Uhr am Morgen des 28. Dezember starten, eine Anfahrt aus München mit dem Zug am selben Tag war bei mindestens 3:30 Stunden Fahrtzeit und einer empfohlenen Ankunft am Flughafen 2 Stunden vor Abflug also kaum denkbar. Daher hatte ich mich dazu entschlossen, auch dieses Mal bereits am Vorabend nach Frankfurt zu fahren, dort nahe des Flughafens in einem Hotel zu übernachten und jeglichen Stress bei Anreise zu verhindern. Nach der Arbeit fuhr ich also nach Hause, packte letzte Dinge in meinen bereits vorbereiteten Koffer und begab mich dann mit der S-Bahn zum Bahnhof, wo bereits der ICE 524 wartete, der mich zum Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen bringen sollte.

01 - Am Bahnhof Mu╠łnchen / At train station Munich 02 - Zug nach Frankfurt Flughafen

Ich hatte mir sicherheitshalber darin einen Sitzplatz reserviert, denn ich konnte nicht sicher sein wie stark der Zug frequentiert sein würde. Die vier Euro hätte ich mir aber sparen können, da am Mittwoch Abend doch deutlich weniger mit dem Zug fuhren als ich befürchtet hatte – ich hatte die gesamte Fahrt sogar ein ganzes kleines Abteil für mich alleine.
Nach etwa dreieinhalb Stunden ereignisloser Fahrtzeit erreichte ich schließlich den Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen und begab mich durch den darüber errichteten The Squaire zur Straße zwischen den Flughafen-Terminals, wo die Shuttle-Busse zu den Hotels abfuhren.

03 - Ankunft an Frankfurt Flughafen Fernbahnhof / Arrival at Frankfurt Airport train station 03 - The Squaire East - Frankfurt Flughafen Fernbahnhof

Ich hatte wieder das NH-Hotel Frankfurt Flughafen gebucht und hoffte, dieses Mal nicht wieder, wie im Oktober, in das 16 Kilometer entfernte Schwesterhotel “abgeschoben” zu werden.

04 - NH-Hotel Frankfurt Flughafen

Und ich hatte Glück und erhielt dieses Mal tatsächlich das gebuchte Zimmer vor Ort.

05 - NH-Hotel Frankfurt Flughafen - Zimmer / Room 06 - NH-Hotel Frankfurt Flughafen - Bad / Bathroom

Das Zimmer selbst erwies sich wie üblich als einfach, aber gemütlich und gut ausgestattet. Mit 58,65 Euro pro Nacht – Frühstück nicht inbegriffen – kein billiger Spaß, aber ich wollte den Flug keinesfalls verpassen.
Als kleinen Abendsnack vor dem Schlafengehen hatte ich mir aus der Kühltheke gegenüber der Rezeption noch einen BBQ-Chicken-Wrap mitgenommen, der sich mit seiner einigermaßen reichhaltigen Füllung aus Mais, Paprika, Kidneybohnen und Hühnerfleisch in BBQ-Sauce als durchaus gute Wahl erwies.

07 - BBQ-Chicken-Wrap - NH Hotel Frankfurt Flughafen

Außerdem führte ich über mein Mobiltelefon bereits den Online-CheckIn durch. Schließlich legte ich mich unmittelbar schlafen, denn ich wollte morgen um 6:30 Uhr bereits mit dem Shuttle zum Flughafenterminal aufbrechen.
Ohne Probleme wachte ich am nächsten Morgen auch um 5:45 Uhr auf, duschte mich kurz und machte mich dann fertig, um zum Flughafen zu fahren. Dass ich dieses Mal 3 Euro extra für den Shuttle zahlen musste nahm ich zähneknirschend in Kauf – die Fahrt vom NH-Schwesterhotel Frankfurt Flughafen West im Oktober war noch kostenlos gewesen. Auf ein Frühstück im Hotel, das 21 Euro extra gekostet hätte, verzichtetet ich aber dieses Mal.

08 - NH-Hotel Frankfurt Flughafen - Shuttle 1

Am Terminal angekommen, die Fahrt dauerte keine zehn Minuten, begab ich mich unmittelbar zum CheckIn-Schalter von Condor, wo sich bereits eine kleine, aber erträgliche Warteschlange gebildet hatte.

09 - CheckIn-Schalter - Condor - Flughafen Frankfurt

Ich hatte dieses Mal “nur” normale Economy Class gebucht, nicht wieder Premium Economy wie beim letzte Mal im Oktober. Der Urlaub war auch so schon kein billiger Spaß. ­čśë
Im Grunde genommen brauchte ich am Schalter nur noch mein Gepäck abgeben, bekam meinen ausgedruckten Flugschein mit dem Abfluggate machte mich dann durch die langen Wege des Frankfurter Flughafens auf den Weg, um die Sicherheits- und Passkontrollen zu passieren. Am Gate angekommen besuchte ich noch kurz den Duty-Free-Shop und entschied mich danach dazu, noch eine kleine Laugenstange mit Schinken sowie einen Kaffee an einem der dortigen Bistros zu verzehren.

10 - Laugenstange mit Schinken & Kaffee - Frankfurt Flughafen

Mit etwa sieben Euro kein billiger Spaß, aber noch deutlich günstiger als die einundzwanzig Euro im NH-Hotel. Und nicht nur die Laugenstange war gut belegte, auch der Kaffee erwies sich als wirklich überaus gut gelungen.
Am Gate wartete bereits die Boing 767-300, welche uns in die Dominikanische Republik bringen sollte.

11 - Flieger  nach Puerto Plata / Airplane to Puerto Plata

Doch wie auch schon beim letzten Mal im Oktober kam es auch dieses Mal zu Verzögerungen beim Boarding. Mehrfach wurden verschiedene Fluggäste namentlich aufgerufen und schließlich sollten sogar alle Fluggäste, die nicht am Frankfurter Flughafen eingecheckt hatten sich mit Pass am Schalter melden. Mit über einer halben Stunde Verspätung konnten wir schließlich beginnen, in das Flugzeug zu steigen und unsere Sitzplätze einzunehmen. Da wir nun noch einmal auf irgend welche Fluggäste warten mussten, war das Boarding schließlich erst mit fast vierzig Minuten Verspätung abgeschlossen und wir konnten endlich zur Startbahn rollen und abheben.
Im Gegensatz zur Premium Economy Class gab es in der normalen Economy Class einige Dinge, die man kostenpflichtig dazu erwerben musste – und dass bei einem Flugpreis von insgesamt fast neunhundert Euro für Hin- und Rückflug. Dazu gehörte das Entertainment-Programm, das mit einem für 8 Euro zu werbenden Code freischalten lassen musste, außerdem kostete der Kopfhörer drei Euro, es gab keine kostenlosen alkoholischen Getränke und keine Auswahl beim Menu, welches man etwa eineinhalb Stunden nach Abflug servierte. Alle Economy-Fluggäste erhielten Nudeln mit Hackfleisch-Tomatensauce, dazu ein kleiner Kartoffelsalat, ein Mousse Chocolate sowie ein kleines warmes Laugenbrötchen mit Butter und Käse.

12 - Nudeln mit Hackfleisch-Tomatensauce / Paste with mince & tomato sauce - Economy Class - Condor

Vor allem die an den Rändern der Aluschale befindlichen Nudeln zwar etwas hart gebacken, aber ingesamt erwies sich das Hauptgericht als durchaus akzeptabel. Und auch am Kartoffelsalat, dem luftig-lockeren Schoko-Dessert oder dem aufgebackenen Laugenbrötchen gab es nichts auszusetzen, auch wenn ich mir bei letzterem etwas mehr Belag gewünscht hätte. Schließlich teilte man die Einreiseformulare aus in Form einer Zollerklärung und eines Visaantrags aus, die ich unmittelbar ausfüllte.
Die nächsten Stunden sah ich mir zwei Filme im kostenpflichtig freigeschalteten Entertainment-System an und schlief dann ein wenig, bis man uns schließlich etwa eineinhalb Stunden vor der Ankunft weckte.

13 - Flugstrecke nach Puerto Plate / Flight way to Puerto Plata

Es gab als kalten Snack zwei kleine Würstchen, etwas fruchtigen Ananas-Karottensalat, eine Bretzel und ein Stück Zwetschgenkuchen.

14 - Wu╠łrstchen & Bretzel / Sausages & pretzel - Economy Class - Condor

Schließlich setzte das Flugzeug zur Landung auf Puerto Plata an. Ich hatte mir zwar wieder einen Fensterplatz ergattert, aber saß dieses Mal direkt über einer Tragfläche, so dass ich nur wenig von der Landschaft aufnehmen konnte während die Boing auf dem kleinen Flughafen des Karibikstaates aufsetzte. Wir hatten die 40 Minuten Verspätung glücklicherweise fast aufholen können, es war jetzt etwa 15:15 Uhr Ortszeit, also 20:15 Uhr in Deutschland.

15 - Anflug auf Puerto Plata / Landing in Puerto Plata

Es folgte die übliche Prozedur: Erwerb der Tourist Card für 10 Euro, Abgabe des Visaformulars und Vorlage des Reisepasses für den Einreisestempel, warten auf das Gepäck am Gepäckband und passieren der eher lässigen Zollkontrollen, bei denen man die Zollerklärung abgeben musste. Dann endlich verließ ich das Flughafengebäude und wurde, wie üblich bereits erwartet. Mit dem Auto fuhren wir zur Unterkunft und ich gönnte mir nach einer ausgiebigen Dusche noch eines der hier üblichen Yaroas.

16 - Yaroa con jamon

Dieses Mal hatte ich eine Variante mit Käse und Schinken gewählt, die sich aber als nicht ganz so gelungen wie die sonst übliche Version mich krümelig angebratenen Hackfleisch erwies. Beim nächsten Mal werde ich auf jeden Fall wieder zu Hackfleisch greifen.
Ansonsten verlief der restliche späte Nachmittag und Abend ohne weitere berichtenswerte Ereignisse. Bald aber mehr zu meinem nun neunten Aufenthalt in der Karibik.


Hokifilet mit Bohnengemüse, Tomatensauce & Salzkartoffeln [27.12.2017]

Nach den Weihnachtsfeiertagen und allerlei Schlemmereien stand nun am Mittwoch wieder Arbeit auf dem Programm. Aber die Anzahl der Mitarbeiter in der hiesigen Niederlassung in München, die zwischen den Jahren arbeiteten war nur sehr gering und daher hatte sich unser Betriebsrestaurant auch keine große Mühe gemacht, etwas besonderes für das Mittagsmahl aufzufahren. Viel mehr fanden sich viele alte Bekannte unter den Gerichten auf der heutigen Speisekarte und zuerst liebäugelte ich mit den Allgäuer Käsespätzle mit Röstzwiebeln aus dem Abschnitt Tradition der Region, denn der Schaschlikspieß Zigeuner Art mit Reis bei Globetrotter sagte mir ebenso wenig zu wie die Gebratenen Mienudeln mit Gemüse in Hoi-Sin-Sauce an der Asia-Thai-Theke. Dann aber entschied ich mich doch mal wieder, nach länger Abstinenz, für das mittwöchliche Fischgericht bei Vitality, das heute durch ein Hokifilet mit Bohnengemüse, Tomatensauce und Salzkartoffeln repräsentiert wurde.

Hoki filet with beans, tomato sauce & potatoes / Hokifilet mit Bohnengemüse, Tomatensauce & Salzkartoffeln

Ganz wie erwartet war das Gericht aber wirklich nichts besonderes. Das paniert gebackene Hokifilet erwies sich zwar als angenehm zart und nicht zu trocken, aber die Bohnensauce hätte etwas fruchtiger sein können und sowohl die grünen Stangenbohnen als auch die Kartoffeln waren leider nur noch lauwarm. Geschmacklich soweit in Ordnung, aber beileibe keine kulinarische Höchstleistung. Aber ich war zufrieden.
Die Anzahl an Besuchern im Betriebsrestaurant war zwar nur gering, dennoch kristallisierte sich klar heraus, dass heute die Allgäuer Käsespätzle mit deutlichem Vorsprung den ersten Platz auf der Allgemeinen Beliebtheitsskala für sich erobern konnten. Auf dem zweiten Platz sah ich die den Schaschlikspieß und Platz drei teilten sich schließlich Asia-Gerichte und Hokifilet. Es gab einfach zu wenig Esser, um hier eine klare Rangfolge bestimmen zu können.

Mein Abschlußurteil:
Hokifilet: ++
Tomatensauce: +
Grüne Bohnen: ++
Salzkartoffeln: ++